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Was ist Familienpflege und in welchen Situationen kann ich sie in Anspruch nehmen?

Familienpflege ist die vorübergehende Betreuung Ihrer Kinder und die Weiterführung Ihres Haushaltes in Situationen, in denen die haushaltsführende Person diese Arbeiten aufgrund einer Erkrankung oder anderer schwerwiegender Umstände nicht ausreichend gewährleisten kann und eine andere im Haushalt lebende Person diese Arbeiten nicht übernehmen kann (z.B. weil der Ehepartner arbeiten geht, oder Sie alleinerziehend sind).

Gründe für Familienpflege sind z.B. gegeben, wenn:

  • Sie selbst erkrankt sind,
  • Ihnen ein Krankenhaus-/ oder Kuraufenthalt bevorsteht,
  • Sie risikoschwanger sind,
  • Sie wegen nachgeburtlicher Versorgung Hilfe benötigen,
  • ein Nachsorgeeinsatz im Rahmen einer ambulanten Operation notwendig ist,
  • Sie aus Berufs-/ oder Ausbildungsgründen zeitweise Ihr Kind nicht ausreichend versorgen können,
  • Sie sich als Alleinerziehende/r in Überlastungssituationen befinden,
  • Ihr Kind erkrankt ist (in bestimmten Situationen),
  • Sie eine Verhinderungspflege benötigen.

Welche Arbeiten beinhaltet Familienpflege u.a. ?

  • Die altersgerechte, pädagogische Betreuung Ihres Kindes,
  • die Weiterführung des Haushaltes, z.B.:
    Mahlzeiten zubereiten / auch Schonkost oder vegetarisch,
    Einkäufe erledigen, Wäschepflege und weitere täglich anfallende Hausarbeiten,
  • Säuglingspflege,
  • Aufrechterhaltung des gewohnten Tagesablaufes und der sozialen Kontakte,
  • Sicherstellen des Schul-/ und Kitabesuchs, Freizeitgestaltung des Kindes,
  • Hausaufgabenbetreuung,
  • Unterstützung bei Arzt-/ und Behördengängen,
  • 24 Stunden-Pflegen,
  • Beratung, Vermittlung weiterer Hilfsangebote.

Wie erhalten Sie Familienpflege ?

Familienpflege ist eine Leistung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Ihr behandelnder Arzt verordnet Familienpflege (die sich im Sprachgebrauch der Krankenkassen leider immer noch "Haushaltshilfe" nennt).

Die Dauer und die tägliche Einsatzzeit wird von Ihnen und Ihrem Arzt individuell festgelegt. Maßgeblich ist die Schwere Ihrer Erkrankung, die Anzahl und die Dauer der zu betreuenden Kinder und in wieweit Ihnen andere im Haushalt lebende Personen behilflich sein können.

Bei schwangerschaftsbedingten Erkrankungen und nach der Entbindung kann auch Ihre Hebamme eine Verordnung ausstellen.

Wer bezahlt Familienpflege / Haushaltshilfe?

  • Ihre gesetzliche Krankenkasse. Wenn Sie schwangerschaftsbedingt oder nach der Entbindung Pflege benötigen, sind Sie von den seit Januar 2004 geltenden Zuzahlungen befreit.
  • Ihre gesetzliche Krankenkasse. Seit dem 1. Januar 2004 beteiligen Sie sich mit 10% Zuzahlung an den anfallenden Kosten. Je nach der täglichen Dauer der Pflege sind dies 5 bis 10 EUR pro Tag.

    Wenn Sie bereits 2% (bzw. 1% bei chronisch Kranken) Ihres jährlichen Bruttoverdienstes an Zuzahlungen geleistet haben, können Sie sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen.

    Sozialhilfeempfänger sind befreit, nachdem sie 71,04 EUR (bzw. 35,52 EUR bei chronisch Kranken) an jährlichen Zuzahlungen geleistet haben.

    Die Befreiung wird bei Ihrer Krankenkasse beantragt. Geleistete Zuzahlungen weisen Sie durch Quittungen nach.

  • In bestimmten Fällen, z.B. bei einer Erkrankung Ihres Kindes, kann auch das Bezirksamt / Jugendamt die Kosten übernehmen.
  • Die BfA / LVA, z.B. bei Anschlußheilbehandlungen oder einer Umschulung.
  • Sie als Selbstzahler, z.B. auch wenn Sie privat versichert sind und Familienpflege nicht Teil Ihrer Versicherung ist.


Wenn Sie noch Fragen zur Familienpflege haben, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.